Welche Bedeutung hat das Klärwerk Waßmannsdorf für die Region?

Immer wieder hört man in der Region das Zitat: „Waßmannsdorf ist das Klärwerk“. Da ist Einiges dran. Denn bereits seit den 1890er Jahren wird hier Abwasser behandelt, zuerst auf Rieselfeldern. Die erste technische Anlage ging 1927 in Betrieb und wurde seither erweitert, ergänzt und immer wieder den steigenden Anforderungen angepasst. Das Klärwerk Waßmannsdorf gehört zur Region, reinigt nicht nur Berliner Abwässer, sondern auch Abwässer von Kommunen und Zweckverbänden aus dem südlichen Berliner Umland und bietet Arbeitsmöglichkeiten in der Region. Konkret: Im Jahr 2016 haben die Berliner Wasserbetriebe insgesamt 26 Millionen Kubikmeter Abwasser aus Brandenburg von ca. 593.000 Einwohnern der Städte und Gemeinden rund um Berlin in den Klärwerken der Berliner Wasserbetriebe gereinigt. 593.000 Brandenburger entsprechen rund 25 Prozent der Bevölkerung Brandenburgs. Ähnlich wie Berlin selbst wird auch das Umland weiter wachsen, zum Teil mit zweistelligen Zuwachsraten.

Mit über acht Millionen Kubikmetern liegt das Klärwerk Stahnsdorf bezogen auf seinen Umlandanteil auf Platz 1, gefolgt von Waßmannsdorf und Münchehofe mit jeweils gut sechs Millionen Kubikmeter.