Warum wird die Klärschlammverwertungsanlage gebraucht?

Früher wurden alle Klärschlämme als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht. Wegen der zunehmenden Mengen an Schadstoff en im Klärschlamm ist dies nicht mehr überall möglich. Die Wasserbetriebe haben die landwirtschaftliche Nutzung des Klärschlamms bereits 1985 eingestellt.

Ab 2025 ist es gesetzlich untersagt, Klärschlamm als Dünger in der Landwirtschaft einzusetzen. Stattdessen soll der Klärschlamm getrocknet und verbrannt werden. Berlin betrifft diese Neuregelung indirekt: Unser Klärschlamm wird zwar schon seit vielen Jahren komplett verbrannt – etwa zur Hälfte in der Klärschlammverwertungsanlage in Berlin-Ruhleben sowie in Kraft- und Zementwerken. Wenn jetzt aber ein bundesweites Verbot der agrarischen Nutzung kommt, dann werden die Preise auf dem Mitverbrennungsmarkt stark anziehen, so dass der Bau einer eigenen, zweiten Verwertungsanlage sinnvoll wird.

Die Wasserbetriebe betreiben übrigens bereits seit 1985 eine Klärschlammverwertungsanlage in Berlin-Ruhleben – mitten in der Stadt. Deren Kapazitäten reichen aber nicht für die gesamte Menge Klärschlamm aus.