Warum wird die Klärschlammverwertungsanlage gebraucht?

Früher wurde der Klärschlamm als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht. Wegen der zunehmenden Menge an Schadstoffen im Klärschlamm ist das nicht mehr überall möglich. Die Wasserbetriebe haben die landwirtschaftliche Nutzung des Klärschlammes bereits 1985 eingestellt. Ab 2029 ist das für viele Klärwerke in Deutschland auch gesetzlich verboten. Statt dessen muss der Klärschlamm verbrannt werden. Unser Klärschlamm wird schon seit vielen Jahren verbrannt. Zur Hälfte in der existierenden Klärschlammverwertungsanlage in Berlin-Ruhleben, zur anderen Hälfte wird der Schlamm in Kraftwerken mitverbrannt. Der Bau einer zweiten Klärschlammverwertungsanlage ist notwendig, weil die Kraftwerke im Zuge der Energiewende vom Netz gehen und weil die Preise der Klärschlammverwertung in Zukunft stark steigen werden. Ein weiterer Grund ist, dass der Gesetzgeber den Klärschlammmerzeugern vorschreibt, zukünftig Phosphor zurückzugewinnen (siehe nachfolgende Frage). Da der Phosphor aus der Asche der Klärschlammverwertung zurückgewonnen werden soll, ist die Errichtung der Klärschlammverwertungsanlage eine wesentliche Voraussetzung zur Einhaltung der Rechtsvorgaben.