Warum wird das Klärwerk erweitert und technisch auf den neuesten Stand gebracht?

Das hat verschiedene Gründe. Durch die wachsende Stadt und den Klimawandel wird nicht nur die Kanalisation stärker beansprucht, sondern auch die Klärwerke. Um das Abwasser von Menschen, Gewerbe und Industrie und auch das Regenwasser weiter auf höchstem Niveau reinigen zu können, müssen die Kapazitäten des Klärwerks erhöht werden. Mit dem geplanten Mischwasserspeicher soll, wenn bei starkem Regen die Klärwerkskapazität voll beansprucht ist, ein Teil des Abwassers zunächst „zwischengespeichert“ werden, bevor es dann im Klärwerk gereinigt wird – auch in den beiden geplanten neuen Beckenlinien des Klärwerks. Das vermeidet Überläufe der Kanalisation und schützt die Gewässer.

„Wo gehobelt wird, fallen Späne.“ Das heißt konkret: Steigt die Reinigungsleistung, fallen auch mehr Reststoffe an. Deshalb müssen im gleichen Zuge auch die Schlammbehandlungsanlagen und Anlagen zu Biogasverwertung an die steigende Leistung angepasst werden. Die Flockungsfiltration hat schließlich den Zweck, die Phosphorkonzentration im Ablauf des Klärwerks noch einmal deutlich zu senken. Sie folgt technisch demselben Prinzip wie in den beiden Oberflächenwasseraufbereitungsanlagen Tegel und Beelitzhof.